Ein Besuch im Feuerhaus,         Rottmannsgässchen 2

 

Feuer- und Armenhaus, die Geschichte des Feuerhauses

 

 

IIm 17./18. Jahrhundert sollten große Feuersbrünste durch fürstliche Verordnungen  in Deutschland verhütet werden. Für die Gemeinden war das meist mit hohen Kosten verbunden. Auch in Frauenaurach gab es entsprechende markgräfliche Verordnungen. 1708 mussten

12 lederne Feuereimer angeschafft werden. Die Rechnung wurde auf die Einwohner umgelegt. Jeder Einwohner war bei Brand

zum Löschen mit einem Ledereimer verpflichtet.

1735 wurde dann eine „Feuerkunst“, eine fahrbare Feuerspritze, angeschafft, die in der markgräflichen Klosterbrauerei untergestellt wurde. Sie musste gepflegt und gewartet werden, damit sie funktionskräftig blieb. Das war mit hohen Kosten verbunden.

1750 verkaufte Markgraf Friedrich III. die markgräfliche Klosterbrauerei.  Die Feuerspritze konnte daher  nicht länger dort untergestellt werden. Die Gemeinde war gezwungen, ein eigenes Feuerspritzenhaus zu errichten. Der Grund, auf dem es mit Sandsteinquadern gebaut wurde, gehörte zum Areal des ehemaligen Palais des markgräflichen Beamten Bischoff. (Gasthaus Moertel). Er war weggezogen, sein Besitz wurde aufgeteilt.

 Ab1833 wurde das Feuerhaus auf Grund eines Gemeindebeschlusses in zwei Hälften aufgeteilt. In der einen richtete man ein Armenhaus ein (Hausnummer 26), in der anderen blieb Platz für die Feuerspritze. Noch heute kann man nachempfinden, wie ärmlich diese Behausung gewesen sein muss.

1877 wurde die Freiwillige Feuerwehr Frauenaurach gegründet.

Irgendwann mauerte man die Tür mit Backsteinen wieder zu und löste die Armenwohnung auf. Als 1972 das neue Gemeindehaus fertig war, erhielt die Feuerwehr Frauenaurach dort eigene Räume.

Seit 01.12.1991wird das Feuerhaus vom Museum im Amtshausschüpfla genutzt. Im Erdgeschoss richteten die Museumsmitarbeiter  2016/17, mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Erlangen,  einen Ausstellungsraum für alte landwirtschaftliche Maschinen, Kleingeräte und altes Handwerkszeug ein. Im Jubiläumsjahr 2017, am 13. August, wurde der Ausstellungsraum feierlich eröffnet. Das Dachgeschoss wird als Depot genutzt.

 

Treten Sie nun in dieses Haus ein. Das ist einfach und bequem, alles ist ebenerdig. Hier fuhr die alte Spritze ein und aus.

 

Klicken Sie bitte auf die einzelnen Bilder, sie öffnen sich und werden größer und Sie erfahren, was da abgebildet ist. Handwerker: Schreiner, Wagner,Schmied, Büttner und Zimmermann. Das Handwerkszeug stammt von alten Werkstätten aus Frauenaurach.

 

Schauen Sie nun in das "geordnette Chaos"! Es sind alte Ackermaschinen. Sie stammen alle aus Frauenaurach. Der Platz ist eng, deshalb stehen die Maschinen so nah beieinander. Leider kann man sie so nicht einzeln fotografieren. Es stehen und hängen hier:

  • Pflüge in verschiedenen Größen und Arten,
  • Eggen in verschiedenen Formen,
  • ein Grubber,
  • eine alte Holzwalze,
  • Sensen, Getreidesensen,
  • eine Mähmaschine,
  • Schleifrechen,
  • Holzrechen,
  • Garbengabeln,
  • Dreschflegel,
  • ein Hackpflug für den Kartoffelacker,
  • ein Kartoffelroder .

Gehen Sie nun langsam zum Ausgang zurück und betrachten sie landwirtschaftlichen Kleingeräte, die man früher in der Scheune standen.

 

Klicken Sie auf die einzelnen Bilder, dann werden Sie größer und Sie erfahren, wie das jeweilige Gerät heißt.

Internationaler Museumstag 2

Sie stehen jetzt am Ausgang, bevor Sie aber das Haus verlassen, verraten wir Ihnen noch, welche Dinge oben auf dem Dachboden zu finden sind. Sie als Besucher dürfen dort oben nicht hinauf. Für uns gibt es eine kleine versteckte Falltreppe.

 

Zunächste klicken sich auf die nächste Seite! >>>Dachboden>>>