Zur Ausstellung "Wie wird dann die Stube glänzen ..."

 

Das Museum hat eine ständige Ausstellung, die auf Dauer konzipiert ist und zeigt in Küche, Stube, Kammer, Dachboden und Werkstatt wie Menschen, um 1920 hier bei uns gelebt, gearbeitet und gewohnt haben. Unsere Weihnachtsausstellung bezieht sich auch auf diese Zeit, um 1900. 

 

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war Weihnachten ein Fest, das in der Kirche stattfand. Mit der Biedermeierzeit, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, entwickelte sich das Weihnachtsfest zu einem privaten Familienfest in der eigenen Wohnstube. Es war die Folge der Auseinandersetzung zwischen Adel und Bürgertum. Im öffentlichen Leben bestimmte in Deutschland der Adel als Kurfürsten, Markgrafen und Bischöfe das öffentliche Leben. Die Bürger, die durch die Französische Revolution 1789, selbstbewusster geworden waren, wollten zumindest in ihrem Privatleben selbst bestimmen und zogen sich zunächst in die eigene Familie zurück. Deshalb holte man das Weihnachtsfest in die privaten Wohnstuben. So entstand ein privates Ritual am Heiligabend in der eigenen Wohnstube. Es hat bis heute seine Auswirkung auf die Art, wie wir Weihnachten feiern. 

 

Mit der Industrialisierung, zu Beginn des 19.Jahrhunderts, wurden die Bürger selbstbewusster. Der Adel war nicht mehr alleiniger Tonangeber und Vorbild im Sozialverhalten der Menschen. Unternehmer, Händler, Handwerker und Bankiers waren zu Wohlstand und Besitz gekommen. Das zeigten sie auch in ihrem Verhalten. Sie feierten und zeigten ihren Reichtum. Im Laufe der fortschreitenden Industrialisierung kamen auch die einfacheren Bürger zu einem gewissen Wohlstand, den man zeigen wollte. 

 

So wurden am Heiligabend die Wohnstuben zu reinen Prunkstuben. Reichtum konnte mit der Höhe des Christbaumes, mit der Anzahl der Kerzen und mit den Geschenken gezeigt werden. 

 

Das reiche Großbürgertum trieb es da besonders auf die Spitze. Die normalen Bürger konnten da nicht mithalten, aber sie bemühten sich, den Heiligabend besonders reich zu gestalten. Ein reich geschmückter Christbaum mit viel glänzendem Schmuck und Kerzen sollte beeindrucken. Festtagskleidung für alle Familienmitglieder war angesagt und eine schön gedeckte Weihnachtstafel gehörte selbstverständlich dazu. 


Nach unserem Thema: "Wie wird dann die Stube glänzen", entnommen dem Weihnachtslied „Morgen Kinder wird’s was geben (Ende des 18. Jahrhunderts entstanden) werden wir eine Weihnachtsstube um 1900 in unserem Ausstellungsraum inszenieren.

 

 

Motive am Fusse eines alten Christbaumständers:

 

Denkmaltafeln in Frauenaurach

 

Auf Anregung des Museums Amtshausschüpfla begannen vor rund 20 Jahren Ortsbeirat und Ortsring Frauenaurach mit der Beschilderung historisch bedeutender Gebäude. Mittlerweile gibt es über 20 Tafeln, die in kurzen Texten auf die Geschichte und frühere Nutzung hinweisen. Viele Schilder schmücken kunstvolle Rahmen, die sich in besonderer Weise auf die Eigenart des Hauses beziehen. Der Heimat- und Geschichtsverein Erlangen e.V. hat seit über 30 Jahren an mehr als 100 Gebäuden in Erlangen Denkmaltafeln angebracht und diese nun in einem Denkmal-Guide zusammengestellt. Klicken Sie auf das gelbe Feld und Sie werden weitergeleitet.

 

Liebe Besucher dieser Website,

liebe Freunde unseres Museums!

 

Auch wenn unser Museum zeitweise geschlossen ist, haben Sie dennoch freien Zutritt hier über die Website. Wir haben für Sie einen virtuellen Museumsrundgang erstellt und auch an der Barriere-Freiheit unserer Homepage gearbeitet. Damit fällt es leicht, den Rundgang auf der Website zu gehen. Wir haben viele Texte des Rundgangs zum Hören aufbereitet. 

 

Klicken Sie zu Beginn jeder Station auf die ROTEN BEGRIFFE. Es öffnet sich ein neues Fenster und der Text wird zu einigen Bildern vorgelesen. Sie gelangen zurück zum Rundgang,

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Virtueller Museumsbesuch​

 

 

 

 

 

Wissenswertes über das Museum 

Das Museum im Amtshausschüpfla ist ein kulturhistorisches Museum.

Es vermittelt in Küche, Stube und Schlafkammer wie Menschen vor 100 Jahren in und um Frauenaurach gelebt und gewohnt  haben.

Wie sie gearbeitet haben, zeigt eine alte Schuhmacherwerkstatt, stellvertretend für frühere Handwerksbetriebe in Frauenaurach, die noch bis vor 100 Jahren den Alltag bestimmten. (Foto: Jörg Hillebrecht)

 

Der Träger des Museums ist der Heimat- und Geschichtsverein Erlangen e.V., zu dem wir als Arbeitskreis Frauenaurach gehören.

 

 

 

Seit Gründung des Museums im Jahr 1982 wird die Ortsgeschichte von Frauenaurach erforscht. Vieles war in Vergessenheit geraten, Dokumente waren verschollen, historische Zusammenhänge daher nicht mehr nachvollziehbar.

 

Die Ergebnisse unserer Nachforschungsarbeiten werden in einer kleinen Geschichtsabteilung und in Ausstellungen mit unterschiedlichen Themen anschaulich dargestellt.

Romanisches Portal an der Klosterkirche Frauenaurach

Foto Jörg Hillebrecht

Der Name des Museums:    Amtshausschüpfla 

 

... ist fränkisch: Schüpfla ist ein kleiner Schuppen. Dieser kleine Schuppen gehörte ursprünglich zum Torbereich, er war länger und einst über das Tor mit dem gegenüberliegenden Gebäude verbunden. Das gegenüberliegende  Gebäude war 250 Jahre das Amtshaus, in dem der Klosterbesitz verwaltet wurde.

Zeichnung J. T'fyllidis

 

 

Jährlich veranstalten wir drei Ausstellungen:

 

Ostereierausstellung:

 

6., 5. und 4. Sonntag vor Ostern

 

geöffnet 11:00 - 17:00

 

 

 

Sommerausstellung:

 

August bis Oktober, jeder erste Sonntag im Monat, 14:00 - 17:00

und zu folgenden Anlässen               Internationaler Museumstag    2. So im Mai

                                                     Kirchweih in Frauenaurach       2. So im September

                                                     Tag des offenen Denkmals       1. So im Oktober

 

 

Weihnachtsausstellung:

 

1. Advent 13:00 - 17:00

2. Advent 13:00 - 17:00

 

6. Januar 13:00 - 17:00

 

 

 

 

 

Eintrittspreise gibt es nicht, aber eine Spende ist überlebenswichtig für uns. Wir freuen uns, wenn Sie dazu bereit sind und bedanken uns herzlich.

 

Brauhofgasse 2b, 91056 Frauenaurach (Erlangen)

 

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