Wendepunkte  der Geschichte Frauenaurachs

Auswirkungen der Reformation

Manches in der Geschichte kann große Auswirkungen über Jahrhunderte hin haben. Im Museum im Amtshausschüpfla wurde  für eine Sonderausstellung im Jubiläums- und Lutherjahr zusammengestellt, wie stark Martin Luthers Thesenanschlag die Ortsentwicklung Frauenaurachs beeinflusste .

Martin Luthers Thesen, in denen er die Missstände in der damaligen Kirche anprangerte, fielen auf fruchtbaren Boden und bewirkten die Reformation. Sie verbreitete sich schnell und löste gewaltige Wellen aus, die sich über ganz Europa ausbreiteten.  Die Auswirkungen bekam Frauenaurach von 1525 bis in die Gegenwart mehrmals zu spüren.

 

 

Ab 1250 Dominikanerinnen-Kloster in Frauenaurach

1550 wurde das Kloster aufgelöst und  in einen markgräflichen, protestantischen Amtssitz umgewandelt.

 

1553 Brandschatzung der gesamten Klosteranlage. Eine Vergeltungsmaßnahme der Reichsstadt Nürnberg. Der Amtssitz des Markgrafen Albrecht Alcibiades sollte zerstört werden.

 

1558 - 1616 Wiederaufbau der Klosterkirche und die Erbauung eines Schlosses

 

1618 - 1648  30jähriger Krieg

Der markgräfliche Amtssitz Frauenaurach wurde durch marodierende Soldaten  ausgeraubt, geplündert und demoliert. Am Ende war alles verwüstet und öde. Niemand überlebte. Durch Hunger oder Pest waren die Menschen umgekommen.

 

1653 wurden Glaubensflüchtlinge aus Niederösterreich angesiedelt. Sie kamen in eine öde, leere und verwüstete Gegend.

Nur langsam ging es mit dem Wiederaufbau voran.

 

 

1670 löste Markgraf Christian Ernst den alten Klostergutshof auf.  Er wurde parzelliert und an Bauwillige vergeben. Es  siedelten sich viele Handwerker an. Auch Adlige ließen sich nieder. Das Schloss wurde mit großem Aufwand wieder hergerichtet. Neben dem Amtssitz war ein Ort entstanden, der sich schnell entwickelte.

 

1686 nahm Markgraf Christian Ernst Hugenotten auf, französische Protestanten. Für sie wurde eine neue Stadt gebaut, Christian Erlang. Die gesamte Bauleitung für diese neue Stadt war in Frauenaurach.

 

 

1710 zog der markgräfliche Hof in die neue Stadt, das Schloss war dort größer und moderner. Bald folgten dem Hof die Beamten und die Adligen. Durch die Auflösung der Schlosshofhaltung veränderte sich das Sozialgefüge des Ortes.  Frauenaurach entwickelte sich nicht mehr weiter. Die Handwerker hatten zu wenig Arbeit. Der Ort verarmte. Frauenaurach war für die Markgrafschaft uninteressant geworden.

 

1858 wurde das Schloss abgerissen. Unter den Bayern verarmte der Ort noch weiter. Es gab keine Privilegien mehr.

 

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam Frauenaurach endlich zu etwas Wohlstand.

1972 Eingmeindung nach Erlangen

 

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